Schneidmutter-Sätze zum Nachschneiden
Eine Sechskant-Schneidmutter ist kein Werkzeug zum Gewindeschneiden, sondern eines zum Wiederherstellen: Sie räumt verdrückte, verrostete oder mit Lack zugesetzte Außengewinde, ohne dass man das Bauteil ausbaut. Angetrieben wird sie mit einem gewöhnlichen Maul- oder Ringschlüssel. VÖLKEL führt drei Sätze nach DIN 382 aus HSS in der Metall-Kassette.
Die drei Sätze
- 7-teilig, metrisch: M 3, M 4, M 5, M 6, M 8, M 10, M 12.
- 5-teilig, UNC: 1/4 bis 1/2 Zoll.
- 5-teilig, UNF: 1/4 bis 1/2 Zoll.
Damit ist der Bereich abgedeckt, in dem im Service die meisten Außengewinde beschädigt werden: Bolzen, Stehbolzen, Anschlussstücke, Gewindestangen.
Warum sechskantig statt rund
Ein rundes Schneideisen braucht einen Schneideisenhalter und Platz zum Drehen. Die Sechskantform kommt mit dem Schlüssel aus, den man ohnehin dabei hat, und passt an Stellen, an denen ein Halter nicht ansetzen kann. Das macht sie zum Montagewerkzeug, während das runde Schneideisen das Werkstattwerkzeug für neue Gewinde bleibt.
Nachschneiden heißt nicht neu schneiden
Die Schneidmutter folgt dem vorhandenen Gewinde. Ein neues Außengewinde auf einem glatten Bolzen schneidet man mit dem runden Schneideisen und einer Schneideisenführung, damit es rechtwinklig ansetzt. Wie das geht, steht in den Beiträgen Außengewinde schneiden mit Schneideisen und Perfekte Außengewinde mit Schneideisenführungen.
Weitere Sätze stehen unter Gewindeschneidwerkzeugsätze, Schmiermittel bei den Schmiermitteln.