Team VÖLKEL bei der Panamericana 2026: Rennstrecke, Nachtschichten und jubelnde Fans
In Querétaro ist es längst Nacht, doch an Feierabend ist für unser Service-Team noch nicht zu denken. In einer Werkstatt wird weiter an unserem Mercedes W123 geschraubt. Das hintere Radlager hat zu viel Spiel, die Stoßdämpferaufnahme ist gebrochen und auch das Schaltgestänge muss korrigiert werden. Am nächsten Morgen soll der Wagen schließlich wieder an der Startlinie stehen. Diese Nacht ist nur eine von vielen Herausforderungen bei der La Carrera Panamericana 2026: sieben Etappen, rund 3.860 Kilometer durch Mexiko und ein Motorsportabenteuer, das Fahrer, Mechaniker und Media-Team gleichermaßen gefordert hat.
„Du kommst abends ins Ziel und denkst: So, Feierabend. Und dann zeigt sich, was alles am Auto gemacht werden muss. In Querétaro haben unsere Mechaniker bis tief in die Nacht geschraubt, damit Chris und ich morgens wieder starten konnten. Und wenn du dann durchs nächste Dorf fährst und die Leute stehen da, jubeln und wollen Fotos machen, dann vergisst du den ganzen Stress ganz schnell. Genau das macht die Panamericana für mich aus.“
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Zurück in Mexiko: Team VÖLKEL startet zum zweiten Mal bei der Panamericana
Nach unserer Premiere 2025 war klar: Wir kommen wieder. Diesmal mit mehr Erfahrung, einem eigenen Mechaniker-Team und unserem Mercedes-Benz 280E W123 AMG, der für die erneute Teilnahme an der legendären Rallye vorbereitet wurde.
Das Abenteuer begann bereits mit der Anreise nach Mexiko-Stadt. Von dort ging es mit Rennwagen, Servicefahrzeug und Media-Auto zunächst nach Veracruz und anschließend weiter nach Tuxtla Gutiérrez im Bundesstaat Chiapas, von wo aus die La Carrera Panamericana 2026 startete. Bei Temperaturen über 30 Grad, tropischer Luftfeuchtigkeit und heftigen Regenschauern standen die technische Abnahme, letzte Vorbereitungen und schließlich der Prolog auf dem Programm.
Am 16. Oktober fiel der offizielle Startschuss. Am Steuer unseres Mercedes mit der Startnummer 312 saß erneut Jörg Sand, diesmal begleitet von seinem neuen Copiloten Christian Huntgeburth. Schon die ersten Kilometer führten über äußerst anspruchsvolle Straßen und durch außerordentlich beeindruckende Landschaften. Der W123 zeigte sich dabei von seiner guten Seite. Enge Kurven, wechselhaftes Wetter und lange Verbindungsetappen hielten Fahrer und Begleitteam trotzdem ständig auf Trab.
Eine lange Nacht in Querétaro und täglicher Einsatz für das Service-Team
Nach vier Renntagen waren die Spuren der Belastung am Mercedes nicht mehr zu übersehen. Das hintere Radlager hatte zu viel Spiel, wodurch auch die Antriebswelle locker saß. Zusätzlich mussten das Schaltgestänge korrigiert und eine gebrochene Stoßdämpferaufnahme geschweißt werden.
Für diese Reparaturen erhielt unser Service-Team in Querétaro Unterstützung von der Werkstatt „Die Werkstatt“, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Unsere Mechaniker arbeiteten bis tief in die Nacht, damit der Mercedes am nächsten Morgen wieder startklar war. Ein großes Dankeschön an das Team vor Ort für die Gastfreundschaft und die unkomplizierte Hilfe!
Die Nacht in Querétaro war nur ein besonders intensives Beispiel für die Arbeit, die unser Service-Team während der gesamten Panamericana leistete. Unsere Mechaniker Robert Thiele, Kurt Richter und Alexander Schmidt waren täglich im Einsatz, kontrollierten den Mercedes an den Servicepunkten, kümmerten sich nach den Etappen um Wartung und Reparaturen und sorgten dafür, dass der Wagen am nächsten Morgen wieder startklar war. Mal waren es kleinere Arbeiten, mal größere Reparaturen wie in Querétaro. Denn bei einem Rennen über sieben Etappen reicht es nicht, wenn das Auto nur einen Tag durchhält.
Was die Panamericana so besonders macht: die Menschen
So beeindruckend die Fahrzeuge und die Strecken auch sind, mindestens genauso in Erinnerung bleibt uns die Begeisterung der Menschen in Mexiko. Ob beim zeremoniellen Start in Tuxtla Gutiérrez, in kleinen Ortschaften entlang der Strecke oder beim Empfang in Mexiko-Stadt: Überall wurden die Teilnehmer mit einer unglaublichen Herzlichkeit begrüßt.
Auf den Straßen wurde getanzt, gesungen und gejubelt. Menschen jeden Alters feierten die vorbeifahrenden Rennwagen, kreischten vor Begeisterung und jubelten noch lauter, sobald die Motoren aufheulten. Immer wieder versammelten sich riesige Menschenmengen um die Fahrzeuge, wollten Autogramme von den Fahrern oder ein gemeinsames Foto mit ihnen und dem Mercedes. Teilweise herrschte schon Stunden vor der Ankunft der ersten Fahrzeuge eine Stimmung wie auf einem Volksfest.
Diese Begegnungen waren auch für unser Team ein besonderer Teil der Reise. Denn neben dem Motorsport ist es vor allem diese außergewöhnliche Begeisterung, die die Panamericana so besonders macht und uns bereits zum zweiten Mal nach Mexiko geführt hat.
Hinter den Kulissen: Lange Tage und kurze Nächte für das Media-Team
Während Jörg und Christian mit dem Mercedes auf den Wertungsprüfungen unterwegs waren, hatten auch Nils Schmidt, Vivian J. Rheinheimer und Marcus Huntgeburth aus unserem Media-Team alle Hände voll zu tun. Schließlich wollten wir die Rallye nicht nur selbst erleben, sondern die Eindrücke auch mit euch teilen.
Ein typischer Renntag begann bereits gegen sechs Uhr morgens. Straßensperrungen, Polizeikontrollen und die Suche nach geeigneten Drehorten gehörten zum Alltag. Manchmal hieß das, bei fast 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit zweieinhalb Stunden an einer Landstraße zu warten, um den Mercedes für wenige Sekunden vor die Kamera zu bekommen. Anschließend ging es möglichst schnell weiter in die nächste Zielstadt, um auch die Ankunft der Fahrzeuge festzuhalten.
Für ausgedehnte Mittagspausen blieb bei diesem Programm natürlich kaum Zeit. An einem der Renntage mussten Nüsse und Kekse reichen, bis sich das Media-Team am Abend in Veracruz endlich ein ordentliches Essen gönnen konnte. Feierabend war damit allerdings noch lange nicht. Zurück im Hotel wurden Foto- und Videoaufnahmen gesichert, die nächsten Reels geschnitten und die Ausrüstung für den kommenden Tag vorbereitet. Das ging regelmäßig bis spät in die Nacht, bevor wenige Stunden später schon die nächste Etappe wartete. Viel Schlaf blieb da nicht, dafür aber jede Menge Material und Erinnerungen, die wir mit nach Hause nehmen.
Nach sieben Etappen endete die La Carrera Panamericana 2026 am 22. Oktober in Zacatecas. Für Team VÖLKEL bleiben intensive Tage voller Herausforderungen, Teamarbeit und besonderer Begegnungen. Und natürlich die Erinnerung an ein Land, dessen Begeisterung für den Motorsport uns auch in diesem Jahr wieder beeindruckt hat.
¡Gracias, México! 🇲🇽
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