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BSW (Whitworth)

BSW: das Whitworth-Regelgewinde

Whitworth gilt als das erste genormte Gewinde und sitzt noch immer überall dort, wo britische Technik verbaut wurde: an Oldtimern, an Werkzeugmaschinen, an Landmaschinen, im Schiffbau. VÖLKEL fertigt 276 Handgewindebohrer dafür nach DIN 352 aus HSS-G, als dreiteilige Sätze und als einzelne Vor-, Mittel- und Fertigschneider, von BSW 1/16 x 60 bis BSW 3" x 3.5.

55° und runde Spitzen

Zwei Merkmale unterscheiden Whitworth von den späteren Systemen: der Flankenwinkel von 55° statt 60° und die abgerundeten Spitzen und Gründe statt abgeflachter. Die Rundung macht das Gewinde unempfindlicher gegen Kerbwirkung. Wer ein Whitworth-Gewinde mit einem UN-Werkzeug nachschneidet, zerstört genau diese Kontur.

Die Falle bei 1/4 Zoll

BSW 1/4 hat 20 Gänge je Zoll, UNC 1/4 ebenfalls. Durchmesser und Steigung stimmen überein, der Flankenwinkel nicht. Eine Whitworth-Schraube lässt sich deshalb in ein UNC-Gewinde eindrehen, sie trägt aber nur auf einem Teil der Flanken und kann unter Last ausreißen. Bei 1/2 Zoll unterscheiden sich die Gangzahlen, 12 gegen 13, dort klemmt es sofort.

Die Gangzahlen werden schnell fein

Am unteren Ende wird die Reihe erstaunlich fein: BSW 1/16 hat 60 Gänge, 3/32 hat 48, 1/8 hat 40. Erst ab etwa 3/16 Zoll wirkt sie wie ein Regelgewinde. Für dieselben Durchmesser gibt es mit BSF eine feinere Reihe.

Dreiteiliger Satz

Vorschneider mit sechs bis acht Gängen Anschnitt, Mittelschneider mit vier bis fünf, Fertigschneider mit zwei bis drei, gekennzeichnet durch einen Ring, zwei Ringe oder keinen Ring am Schaft. Kernlochmaße stehen im Beitrag Kernlochmaß für Gewindebohrer berechnen.

Linksgängige Ausführungen unter BSW links, komplette Zollsätze unter BSW und BSF, Schneideisen für die Außengewinde bei den Schneideisen.

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