Rallye Breslau 2026: Team VÖLKEL im Offroad-Einsatz
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Rallye Breslau 2026: Team VÖLKEL zwischen Schlammloch und Service

Die Rallye Breslau gehört zu den härtesten Offroad-Rallyes Europas. Fünf Renntage, zwei Bivouacs, extreme Strecken, lange Tage im Camp und Bedingungen, die Material, Mensch und Team immer wieder an ihre Grenzen bringen. Für Team VÖLKEL ging es in Polen nicht nur um Motorsport, sondern auch um genau die Situationen, für die zuverlässige Werkzeuge im Rallye-Alltag gebraucht werden: Reparaturen unter Zeitdruck, beschädigte Gewinde, improvisierte Lösungen und Fahrzeuge, die am nächsten Morgen wieder einsatzbereit sein müssen.

„Auf der Breslau wird nicht lange diskutiert, ob ein Werkzeug praktisch ist. Man merkt es daran, ob das Fahrzeug am nächsten Morgen wieder fährt.“
Jörg Sand
Teamchef Team VÖLKEL

Rallye Breslau: Offroad ohne Weichzeichner

Die Rallye Breslau ist kein sauberer Motorsport unter Idealbedingungen. Hier geht es durch Schlamm, Wasser, Sand, Waldpassagen und steile Anstiege. Genau deshalb gilt sie als eine der spannendsten und härtesten Offroad-Rallyes Europas.

Team VÖLKEL startete 2026 in der Extreme Class. In dieser Klasse reicht es nicht, einfach nur schnell zu sein. Man muss auch durchkommen. Tiefe Wasserlöcher, aufgeweichte Spuren, festgefahrene Trucks und echte Hindernisse gehören hier nicht zum Ausnahmefall, sondern zum Programm.

Am Start war Team VÖLKEL mit dem Mercedes-Benz 6x6 Race Truck mit der Startnummer 654. Im Fahrzeug: Guido Neubert, Silvio Lipke und Carmen Borkowetz. Unterstützt wurde das Team von einem Mercedes-Benz 6x6 Support Truck, der als mobile Servicebasis für Reparaturen, Wartung und Material diente. Das Media Team war zusätzlich mit einem VW Iltis unterwegs, um zu den Stages und Drehorten zu kommen.

So wurde die Rallye Breslau für VÖLKEL zu mehr als einem Motorsportprojekt. Sie wurde zu einem echten Praxistest. Für das Team, für die Fahrzeuge und auch für die Werkzeuge, die nicht unter perfekten Bedingungen funktionieren mussten, sondern im Matsch, im Staub und unter Zeitdruck.


Camp-Leben: heiß, staubig, matschig und ziemlich echt

Bevor der erste Meter im Wettbewerb gefahren war, musste erst einmal das Camp stehen. Und Rallye-Camp bedeutet nicht Komfortzone. Es bedeutet Hitze, Staub und Schlamm, Generatoren, mobile Toiletten, Zelte, Werkzeug, Ersatzteile, Fahrzeuge und Menschen, die wissen, dass der nächste lange Tag schon wartet.

Im VÖLKEL Camp standen Race Truck, Support Truck, Transportfahrzeug, Camper, Zelte und alles, was man braucht, um mehrere Tage Rallye halbwegs geordnet zu überstehen. Dort wurde geplant, gegessen, geschraubt, improvisiert und vorbereitet. Nicht schön poliert, aber genau so, wie Rallye eben ist.

Die ausführlichen Reels zur Rallye Breslau 2026 findet Ihr auf unserem Instagram-Kanal. Dort gibt es noch mehr Einblicke in die Stages, das Camp, die Reparaturen und die kleinen Momente zwischen Schlamm, Service und Rallye-Leben.


Vom Prolog direkt ins Schlammloch

Der Prolog war der erste echte Test für Team und Truck. Für das Fahrerteam ging es darum, sich im Mercedes-Benz 6x6 einzufinden, Kommunikation und Rollen abzustimmen und das Fahrzeug unter Rallye-Bedingungen zu prüfen. Das lief direkt stark: Platz 3 im Prolog, Platz 2 auf der ersten Etappe und zwischenzeitlich Platz 1 in Stage 2.

Danach zeigte die Rallye Breslau sehr schnell ihr eigentliches Gesicht. Am ersten Renntag ging es durch Wasser, Schlamm und ein riesiges Loch, das mit jedem Fahrzeug schwieriger wurde. Rund 20 Fahrzeuge hatten die Passage bereits durchfahren, dann kam auch noch Regen dazu. Aus einem ohnehin schweren Hindernis wurde ein Schlammloch, das selbst große Trucks stoppte.

Auch der Mercedes-Benz 6x6 von Team VÖLKEL blieb tief im Matsch stecken. Kurz danach traf es einen 8x8 eines anderen Teams. Beide Fahrzeuge mussten am Ende mit externer Hilfe geborgen werden. Genau solche Momente zeigen, warum die Rallye Breslau ihren Ruf hat: Wenn Wasser, Schlamm und mehrere Tonnen Fahrzeuggewicht zusammenkommen, zählt nicht nur Leistung. Dann zählen Erfahrung, Bergung, Teamwork und die Ruhe, das Problem sauber zu lösen.


Fünf echte Werkzeugmomente aus dem Rallye-Camp

Der spannendste Teil aus VÖLKEL Sicht spielte sich nicht nur auf der Strecke ab, sondern auch im Camp. Denn dort zeigt sich, ob Werkzeug nur gut aussieht oder wirklich hilft.

Bei der Rallye Breslau wurden Gewindewerkzeuge nicht für eine saubere Produktdemo ausgepackt, sondern weil etwas kaputt war. Weil ein Gewinde nicht mehr sauber griff. Weil ein Fahrzeug wieder fahren musste. Weil nachts um 1 Uhr ein Nachbarteam Hilfe brauchte.

Hier sind fünf Situationen, in denen Gewindewerkzeuge den Unterschied gemacht haben.

1. Lichtmaschine am Mercedes-Benz 6x6

Nach einem schlammreichen Tag musste die Lichtmaschine ausgebaut und gründlich gereinigt werden. Der Lüfter war beschädigt, außerdem war ein Gewinde komplett in Mitleidenschaft gezogen.

Mit einer Sechskant-Schneidmutter M16 x 1.5 wurde das Gewinde nachgeschnitten. Der Vorteil: Eine Schneidmutter eignet sich besonders gut, um ein beschädigtes Außengewinde wieder sauber gangbar zu machen. Danach konnte die Lichtmaschine wieder eingebaut werden.

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2. Schutzbleche am Mercedes-Benz 6x6 Support Truck

Nach Arbeiten am Auspuffsystem sollten die Schutzbleche am Mercedes-Benz 6x6 Support Truck wieder montiert werden. Dabei fielen zwei beschädigte M8-Gewinde auf.

Zum Einsatz kam ein M8 HexTap S mit Sechskantantrieb. Das war in dieser Situation praktisch, weil man je nach Platz und Zugänglichkeit mit unterschiedlichen Antriebswerkzeugen arbeiten kann. Gerade im Rallye-Camp ist das entscheidend. Nicht jede Reparatur findet bequem auf Augenhöhe statt.

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3. Abgaskrümmer am Support Truck

Am Support Truck mussten zwei undichte Abgaskrümmerdichtungen direkt im Camp gewechselt werden. Beim Wiedereinbau ließ sich der letzte Bolzen nicht mehr einschrauben. Das Gewinde war beschädigt.

Statt den Krümmer erneut auszubauen, wurde ein extra-langer VÖLKEL Gewindebohrer verwendet. Die Länge war hier der entscheidende Punkt, weil das Gewinde im eingebauten Zustand erreicht werden musste. Da es sich um ein Sackloch handelte, kam Form C mit Rechtsspirale zum Einsatz. Diese Ausführung hilft dabei, die Späne beim Schneiden aus dem Sackloch herauszuführen.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum nicht nur die Gewindegröße zählt. Manchmal entscheidet die richtige Werkzeugausführung darüber, ob eine Reparatur schnell vor Ort gelingt oder deutlich aufwendiger wird.

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4. Unimog eines Nachbarteams

Gegen 1 Uhr nachts brauchte ein anderes Team Hilfe. Am Ölfiltergehäuse eines Unimogs passte die Ersatzlösung nicht zum Gewinde des Öldrucksensors. Also wurde improvisiert.

Ein alter Bolzen wurde angebohrt, anschließend wurde mit einem HexTap ein M14 x 1.5 Feingewinde geschnitten. Danach wurde der Bolzen auf Länge gebracht, der Sensor eingeschraubt und die Lösung wieder am Fahrzeug montiert.

Der HexTap DS war hier besonders hilfreich, weil er Vorschneider und Fertigschneider in einem Werkzeug kombiniert. Das spart Zeit und reduziert den Aufwand, gerade dann, wenn nachts im Camp eine funktionierende Lösung gebraucht wird.

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5. VW Iltis vom Media Team

Auch das Media-Fahrzeug musste zuverlässig funktionieren. Der VW Iltis war im Einsatz, um zu den Stages und Drehorten zu kommen. Bei staubigen Offroad-Bedingungen gehört die regelmäßige Reinigung des Luftfilters einfach dazu.

Beim Öffnen des Luftfiltergehäuses fiel eine schwergängige Mutter auf. Mit einer passenden Sechskant-Schneidmutter wurde das Außengewinde nachgeschnitten. Kleine Reparatur, großer Effekt: Die Mutter lief wieder sauber, der Luftfilter konnte gewartet werden und der Iltis war bereit für den nächsten Rallyetag.

Im Rallye-Alltag sind genau solche Kleinigkeiten wichtig. Sie wirken unspektakulär, bis sie aufhalten.

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Wenn Service zur Teamleistung wird

Die Rallye Breslau 2026 hat auch gezeigt, wie viele Menschen im Hintergrund dafür sorgen, dass ein Fahrzeug überhaupt wieder an den Start gehen kann. Fahrerteam, Service, Media Team und Support arbeiten nicht nebeneinander her, sondern am selben Ziel: durchkommen, reparieren, weiterfahren.

Der Mercedes-Benz 6x6 Race Truck steht natürlich im Mittelpunkt, wenn er sich durch Wasser, Schlamm und Waldpassagen kämpft. Aber direkt danach beginnt oft die zweite Etappe des Tages: reinigen, prüfen, nachziehen, reparieren, vorbereiten. Genau dort kamen die VÖLKEL Gewindewerkzeuge immer wieder zum Einsatz.

Nicht als Showprodukt, sondern als Problemlöser.


Was wir von der Rallye Breslau 2026 mitnehmen

Die Rallye Breslau hat gezeigt, was Gewindewerkzeuge im echten Einsatz leisten müssen. Nicht auf einer sauberen Werkbank, sondern im Camp, im Staub, im Matsch, nachts, unter Zeitdruck und mit der nächsten Stage im Nacken.

Zwischendurch gab es natürlich auch die typischen Rallye-Momente: ein Kameramann, der etwas schneller zur Seite musste als geplant, Generatoren als Einschlafhilfe und eine Zapfanlage, die im Camp kurzzeitig zur wichtigsten Maschine erklärt wurde. Passt schon. Nach solchen Tagen darf auch das dazugehören.

Am Ende bleibt genau das hängen: Rallye Breslau 2026 war hart, dreckig und unberechenbar. Und gerade deshalb war sie ein guter Ort, um zu zeigen, dass Werkzeug nicht nur in der Theorie funktionieren muss, sondern draußen. Dort, wo es zählt.

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