VÖLKEL Kombi-Bit: Kernlochbohren, Gewindeschneiden und Entgraten in einem Arbeitsgang
Warum Kombi-Bits gerade bei Montage und Instandhaltung so praktisch sind
Auf Montage ist Zeit selten planbar, Platz oft knapp und der nächste Werkstattplatz weit weg. Trotzdem müssen Innengewinde sauber und zuverlässig entstehen. In der Praxis heißt das meist: erst Kernloch bohren, Werkzeug wechseln, Gewindeschneider ansetzen, erneut wechseln, entgraten. Jeder dieser Schritte unterbricht den Arbeitsfluss und erhöht das Risiko für Fehler.
Gerade unter realen Bedingungen – schlechte Zugänglichkeit, ungünstige Körperhaltung, wechselnde Materialien – wird dieser klassische Ablauf schnell ineffizient. Schief angesetzte Gewinde, vergessene Schmierung oder unnötige Werkzeugwechsel kosten Zeit, Nerven und im Zweifel Nacharbeit.
Genau an diesem Punkt entsteht der Bedarf nach einer Lösung, die den Prozess vereinfacht, ohne Abstriche bei der Funktion zu machen.
Die Lösung: VÖLKEL Kombi-Bits
Die VÖLKEL Kombi-Bits sind konsequent auf den mobilen Einsatz ausgelegt. Sie ermöglichen Kernlochbohren, Gewindeschneiden und Entgraten in einem Arbeitsgang und lassen sich dank 1/4''-Bitaufnahme schnell wechseln.
Statt mehrerer Werkzeuge reicht ein einziger Bit. Einsetzen, ansetzen, Gewinde schneiden – ohne Unterbrechung des Arbeitsflusses. Genau das macht den Unterschied zwischen einer technisch sauberen Lösung und einem Werkzeug, das im Montagealltag wirklich hilft.
Was ist ein Kombi-Bit?
Ein Kombi-Bit ist ein Kombi-Gewindebohrer-Bit, der drei Arbeitsschritte in einem Werkzeug vereint:
Kernlochbohren
Gewindeschneiden
Entgraten der Lochkante
Alles geschieht in einem Arbeitsgang. Das Werkzeug besitzt eine 1/4''-Sechskantaufnahme und kann direkt in Akku-Bohrmaschinen oder Handbohrmaschinen mit Rechts- und Linkslauf eingesetzt werden. Auch der Einsatz auf stationären Bohrmaschinen ist möglich, solange sauber gearbeitet wird.
Das ist keine Spielerei, sondern eine klar funktionale Lösung für typische Montage- und Serviceanwendungen, bei denen es auf Tempo, Übersicht und reproduzierbare Ergebnisse ankommt.
Wo werden Kombi-Gewindebohrer-Bits eingesetzt?
Der typische Einsatzbereich von Kombi-Bits liegt dort, wo Flexibilität wichtiger ist als maximale Prozessoptimierung:
Montage und Anlagenaufbau
Instandhaltung und Serviceeinsätze
Messebau und Vor-Ort-Installationen
Werkstattarbeiten und Kleinserien
Besonders sinnvoll sind Kombi-Bits bei Durchgangsgewinden in gängigen Werkstoffen, wenn schnell zwischen verschiedenen Gewindegrößen gewechselt werden muss und der Arbeitsort nicht ideal ist.
Technische Eckdaten im Überblick
Einsatz mit Akku- und Handbohrmaschinen (Rechts-/Linkslauf)
Auch für stationäre Bohrmaschinen geeignet
Werkstoffe: Stahl, NE-Metalle und Kunststoffe bis 600 N/mm² Zugfestigkeit
Nur Durchgangsgewinde, max. 1×D Gewindetiefe
Material: HSS
Metrische Größen optional TiN-beschichtet ab Lager verfügbar
Die TiN-Beschichtung reduziert Reibung, verbessert die Standzeit und sorgt insbesondere bei wiederholten Anwendungen für gleichmäßigere Schnittleistung.
Verfügbare Abmessungen
Metrisch:
M3, M4, M5, M6, M8, M10
Set: M3–M10 (auch TiN-beschichtet)
UNC:
Nr.4 bis 3/8
Set: Nr.8–3/8
UNF:
Nr.4 bis 3/8
Set: Nr.8–3/8
Der größte Vorteil liegt nicht in theoretischen Schnittwerten, sondern im Alltag: ein Werkzeug, ein Wechsel, ein durchgängiger Prozess.
Einsatzmöglichkeiten und Best Practices
Damit Kombi-Bits zuverlässig arbeiten, haben sich ein paar einfache Regeln bewährt:
Werkstück fixieren und sauber ansetzen
Möglichst senkrecht arbeiten
Niedrige Drehzahl, kontrolliertes Drehmoment
Schneidöl verwenden
Beim Herausdrehen sauber in den Linkslauf wechseln
Für Montagearbeiten, Reparaturen und Kleinserien ist das oft der effizienteste Weg zum Innengewinde. Für tiefe Gewinde, Sacklöcher oder Serienfertigung mit maximaler Prozesskontrolle bleibt der klassische Weg überlegen.
Typische Probleme und Herausforderungen
Kombi-Bits funktionieren zuverlässig – wenn man sie richtig einsetzt. Die häufigsten Probleme sind bekannt und vermeidbar.
Schiefer Ansatz
Werkzeug- und Lochachse müssen fluchten. Schon kleine Abweichungen führen zu schlechtem Gewinde oder hohem Verschleiß.
Keine Schmierung
Ohne Schneidöl steigen Reibung und Temperatur. Das kostet Standzeit und Gewindequalität.
Zu hohe Drehzahl
Gewindeschneiden ist kein Hochgeschwindigkeitsprozess. Kontrolliert und mit Gefühl arbeiten ist objektiv besser.
Falscher Anwendungsfall
Kombi-Bits sind nicht für Sacklöcher oder tiefe Gewinde gedacht.
Wer diese Punkte ignoriert, wird auch mit dem besten Werkzeug keinen Spaß haben.
Kombi-Bit oder klassischer Gewindebohrer?
Kombi-Bit (z. B. VÖLKEL Kombi-Bit)
Schnell, flexibel, wenig Rüstaufwand. Ideal für Durchgangsgewinde, Montage und Service. Begrenzte Tiefe, nicht für Sacklöcher.
Klassischer Gewindebohrer
Mehr Kontrolle, größere Gewindetiefen, besser für Serienfertigung und anspruchsvolle Prozesse. Dafür mehr Werkzeuge und mehr Zeitaufwand.
Kurz gesagt: Kombi-Bits sind die pragmatische Lösung, klassische Gewindebohrer die präzise.
VÖLKEL Kombi-Bits – sofort ab Lager verfügbar
Wenn Gewinde schnell, flexibel und direkt vor Ort geschnitten werden müssen, sind VÖLKEL Kombi-Bits eine sehr praktische Lösung. Besonders die gängigen metrischen Größen und Sets sind auf kurze Reaktionszeiten ausgelegt – inklusive TiN-beschichteter Varianten ab Lager.
Fazit
Kombi-Bits sind keine High-End-Lösung für jede Gewindeaufgabe, aber sie lösen ein ganz konkretes Praxisproblem: Zeitverlust und unnötige Werkzeugwechsel bei Durchgangsgewinden. Genau dafür sind die VÖLKEL Kombi-Bits gemacht. Für Montage, Instandhaltung und alle Anwendungen, bei denen Flexibilität zählt, sind sie oft die sinnvollste Wahl.
FAQ: Häufige Fragen zu Kombi-Bits (kurz beantwortet)
Kann ich mit einem Akkuschrauber Gewinde schneiden?
Ja, sofern Rechts-/Linkslauf vorhanden ist und du mit niedriger Drehzahl sowie kontrolliertem Drehmoment arbeitest. Wichtig sind ein gerader Ansatz und Schmierung.
Sind Kombi-Bits für Sacklöcher geeignet?
In der Regel nein. Die Kombi-Bits sind für Durchgangsgewinde ausgelegt.
Wie tief kann ich damit schneiden?
Maximal 1×D Gewindetiefe. Für tiefere Gewinde brauchst du eine andere Lösung.
Brauche ich wirklich Schneidöl?
In Stahl praktisch immer. Es reduziert Reibung und Verschleiß und verbessert die Gewindequalität spürbar.
Welche Materialien kann ich bearbeiten?
Stahl, NE-Metalle und Kunststoffe bis 600 N/mm² Zugfestigkeit gemäß Auslegung.