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M6-Gewinde in 42CrMo4: GRÜNRING-Maschinengewindebohrer im Praxistest

Bei der Bearbeitung von Bauteilen für Vorderachsen kommt es auf Prozesssicherheit, Gewindequalität und Standzeit an. Genau hier konnte sich der VÖLKEL GRÜNRING-Maschinengewindebohrer HSSE, Form B, M6 mit Schälanschnitt in einem Praxistest bei einem Automobilzulieferer durchsetzen. Eingesetzt wurde das Werkzeug bei der Herstellung eines Bauteils für Vorderadachsen aus legiertem Stahl 42CrMo4. Das Ergebnis: Der Anwender war sowohl mit der Qualität der gefertigten Gewinde als auch mit der erhöhten Standzeit der neuen Werkzeuge äußerst zufrieden.

„Gerade bei zähen und hoch beanspruchten Werkstoffen zeigt sich schnell, ob Werkzeug, Geometrie und Schmierung wirklich zusammenpassen. Wenn das Setup stimmt, steigt nicht nur die Gewindequalität, sondern auch die Prozesssicherheit.“
Simon Siebert
Leiter Produktion & Qualitätssicherung bei VÖLKEL

Warum ist 42CrMo4 bei Achsbauteilen so anspruchsvoll?

Der Werkstoff 42CrMo4 ist ein legierter Vergütungsstahl mit sehr guten mechanischen Eigenschaften. In der Praxis wird er häufig dort eingesetzt, wo Bauteile hohe Belastungen aufnehmen müssen. Dazu gehören auch Komponenten im Automobilbereich, etwa im Umfeld von Vorderachsen oder Hinterachsen.

Im beschriebenen Anwendungsfall lag die Zugfestigkeit des Materials bei etwa 800 bis 1.000 N/mm². Das ist für die Gewindebearbeitung relevant, weil der Werkstoff dadurch deutlich höhere Anforderungen an das Werkzeug stellt als viele weichere Stähle. Beim Gewindeschneiden müssen Schneidstoff, Anschnittform, Spanabfuhr und Schmierung sauber zusammenspielen. Sonst entstehen schnell Probleme wie erhöhter Werkzeugverschleiß, schlechte Gewindeoberflächen, unsaubere Flanken oder instabile Standzeiten.

Aus Sicht von VÖLKEL ist 42CrMo4 deshalb ein gutes Beispiel für eine Anwendung, bei der nicht irgendein Maschinengewindebohrer eingesetzt werden sollte. Entscheidend ist ein Werkzeug, dessen Geometrie zur Bearbeitungssituation passt.


Welcher Gewindebohrer wurde eingesetzt?

Zum Einsatz kam ein VÖLKEL GRÜNRING-Maschinengewindebohrer HSSE, Form B, in der Größe M6. Der konkrete Artikel ist die Art.-Nr. 35338.

Die GRÜNRING-Linie ist für den universellen Einsatz in gut zerspanbaren und höherfesten Werkstoffen ausgelegt. In diesem Fall war vor allem die Kombination aus HSSE-Schneidstoff, Form B und Schälanschnitt entscheidend.

Der Schälanschnitt unterstützt eine kontrollierte Spanbildung und Spanabfuhr nach vorne. Das ist besonders dann wichtig, wenn Durchgangsgewinde gefertigt werden. Die Späne werden aus der Bohrung herausgeführt, statt sich im Gewindebereich zu stauen. Dadurch wird der Prozess stabiler und das Risiko von Werkzeugbruch oder beschädigten Gewinden reduziert.

Warum passt Form B mit Schälanschnitt zu dieser Anwendung?

Bei der Herstellung von Achsbauteilen geht es nicht nur darum, ein einzelnes Gewinde korrekt zu schneiden. Entscheidend ist, dass der Prozess wiederholbar funktioniert. Der Gewindebohrer muss also über viele Bearbeitungen hinweg sauber schneiden und eine konstante Gewindequalität liefern.

Die Form B mit Schälanschnitt eignet sich besonders für Durchgangsgewinde. Der Anschnitt schiebt die Späne in Schneidrichtung nach vorne aus dem Werkstück heraus. Das entlastet den Gewindebereich und sorgt für eine bessere Prozesskontrolle.

Gerade bei einem Werkstoff wie 42CrMo4 ist das wichtig. Der Werkstoff besitzt eine hohe Festigkeit und kann bei ungeeigneter Werkzeugauswahl zu erhöhtem Schnittdruck führen. Eine passende Schnittgeometrie hilft, diesen Schnittdruck zu beherrschen und die Gewinde zuverlässig herzustellen.

Kurz gesagt: Der eingesetzte GRÜNRING-Maschinengewindebohrer bringt genau die Eigenschaften mit, die in dieser Anwendung gefragt waren.


Welche Rolle spielte die Schmierung?

Der Gewindebohrer wurde in Verbindung mit einem Öl-Wasser-Gemisch als Schmiermittel eingesetzt. Auch das ist kein nebensächlicher Punkt. Beim Gewindeschneiden beeinflusst die Schmierung direkt die Reibung, die Wärmeentwicklung, die Spanbildung und die Oberfläche des Gewindes.

Ein geeignetes Öl-Wasser-Gemisch kann den Schneidprozess stabilisieren und dazu beitragen, dass die Schneiden des Werkzeugs weniger stark belastet werden. Besonders bei höherfesten Stählen wie 42CrMo4 ist eine abgestimmte Schmierung entscheidend, um gleichmäßige Ergebnisse zu erreichen.

In der Anwendung zeigte sich, dass Werkzeug, Werkstoff, Maschine und Schmiermittel gut aufeinander abgestimmt waren. Genau diese Kombination war ein wesentlicher Grund für das positive Testergebnis.


Wie wurde das Gewinde gefertigt?

Die Gewinde wurden auf einer flexiblen Gewindeschneidmaschine mit Radialarm gefertigt. Solche Maschinen werden häufig eingesetzt, wenn Bauteile flexibel bearbeitet werden müssen und eine sichere Führung des Werkzeugs wichtig ist.

Bei der Bearbeitung von Achsbauteilen ist diese Flexibilität ein praktischer Vorteil. Gleichzeitig bleibt der Gewindeschneidprozess kontrollierbar. Voraussetzung ist allerdings, dass das eingesetzte Werkzeug zum Werkstoff und zur Maschine passt.

Der Praxistest beim Automobilzulieferer zeigt: Der VÖLKEL GRÜNRING-Maschinengewindebohrer konnte sich in diesem Setup erfolgreich behaupten.


Was war das Ergebnis des Tests?

Das Ergebnis war eindeutig positiv. Der Anwender war mit der Qualität der gefertigten Gewinde äußerst zufrieden. Zusätzlich konnte durch die neuen Werkzeuge eine Erhöhung der Standzeiten erreicht werden.

Für die Praxis ist das besonders relevant. Eine bessere Standzeit bedeutet weniger Werkzeugwechsel, weniger Unterbrechungen und eine höhere Prozesssicherheit. Gleichzeitig bleibt die Gewindequalität auf dem geforderten Niveau.

Gerade im Automotive-Bereich, wo Bauteile oft in wiederkehrenden Prozessen gefertigt werden, ist diese Kombination entscheidend: stabile Gewindequalität, verlässliche Werkzeuge und wirtschaftliche Bearbeitung.


Was zeigt dieser Anwendungsfall aus Sicht von VÖLKEL?

Der Praxisfall zeigt sehr klar: Beim Gewindeschneiden in höherfesten Stählen entscheidet nicht nur der Werkstoff über den Erfolg. Entscheidend ist das komplette Setup aus Werkzeug, Geometrie, Maschine und Schmierung.

Der VÖLKEL GRÜNRING-Maschinengewindebohrer HSSE, Form B, M6 mit Schälanschnitt war in dieser Anwendung die passende Wahl, weil er die Anforderungen des Werkstoffs 42CrMo4 und der Fertigungssituation erfüllt hat.

Für Anwender bedeutet das: Wer in vergleichbaren Materialien oder Automotive-Anwendungen Gewinde fertigt, sollte die Werkzeugauswahl nicht isoliert betrachten. Gerade bei höheren Zugfestigkeiten lohnt es sich, den Prozess ganzheitlich zu prüfen.


Jetzt Anwendung prüfen lassen

Du bearbeitest ähnliche Werkstoffe wie 42CrMo4 oder suchst nach einer prozesssicheren Lösung für das Gewindeschneiden in Stahlbauteilen? Die Anwendungstechniker von VÖLKEL unterstützen Dich gerne dabei, das passende Werkzeug für Dein Setup auszuwählen.

Dabei geht es nicht nur um den richtigen Gewindebohrer, sondern auch um Anschnittform, Schmierung, Maschine, Schnittwerte und die konkrete Bearbeitungssituation.

Jetzt Kontakt aufnehmen und Anwendung besprechen.

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